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Intern
Englische Literatur- und Kulturwissenschaft

Summer School "Literature in a Globalized World"

24.05.-30.05.2018

Die Summer School “Africa in a Globalized World” fand vom 24.05. bis zum 31.05.2018 am Lehrstuhl für Englische Literatur und Kulturwissenschaften der Julius-Maximilians-Universität Würzburg statt. Die Teilnehmenden setzten sich zusammen aus ca. 15 Studierenden der JMU Würzburg sowie einer Gruppe von 6 Studierenden des Centre for English Studies der Jawaharlal Nehru Universität, Neu-Delhi, Indien. Die Co-Organisatoren Prof. Isabel Karremann und Prof. Saugata Bhaduri luden sechs internationale Forscher und Forscherinnen ein, welche in Workshops und Vorträgen ihre Forschung zu den Themen Globalisierung und Afrika präsentierten.

Die Teilnehmenden konnten so durch Diskussionen und interaktive Workshop-Formate nicht nur grundlegende Texte, Konzepte und Theorien des Forschungsbereich Literary Globalization Studies kennenlernen, sondern wurden auch in neue und innovative Fragestellungen zu spezifisch afrikanischen und afro-diasporischen Kontexten eingeführt. Der Eröffnungsvortrag von Prof. Frank Schulze-Engler (Goethe Universität Frankfurt), sowie sein Workshop am dritten Tag der Summer School, behandelten "Afrasian Imaginaries", d.h. die komplexen Verbindungs-linien zwischen Afrika und Asien. Der erste Tag der Summer School drehte sich um das Themengebiet “Narrating Migration“. So sah das Programm am Freitag zwei Workshops vor: der erste Workshop wurde von Prof. Ralf Schneider (Universität Bielefeld) angeboten und untersuchte “transnational mental spaces” in britisch-anglophonen Migrationserzählungen. Es folgte ein Workshop von PD Dr. Miriam Wallraven (JMU Würzburg) über Refugee Tales, eine rezente Sammlung von Kurzgeschichten und Gedichten, welche die Erfahrungen von Flüchtlingen darstellen. Prof. Isabel Hofmeyr (University of Witwatersrand, Johannesburg, Südafrika), die auch an der Winter School der JNU teilnahm, hielt einen Keynote-Vortrag, in dem sie ihre aktuelle Forschung zum Thema “object-oriented readings” vorstellte. Im Mittelpunkt ihres Workshops am folgenden Tag stand das Zusammenspiel von Globalisierungsstudien und ökokritischen Studien; zusammen mit den Studierenden wurden die Möglichkeiten schwarzer Ökologien und des Genres Afrofuturismus untersucht. Die Summer School endete mit einem Drama-Workshop, welchen der südafrikanische Dramatiker und Professor für Theater- und Performancestudien, David Peimer (Edge Hill University, Liverpool), führte. Hier wurde die Gruppe mit verschiedenen postkolonialen Shakespeare-Adaptationen bekannt gemacht und in die Besonderheiten des südafrikanischen Theaters eingeführt. Die Studierenden erhielten außerdem die Gelegenheit, mit A Pound of Flesh: Shylock und Caliban Speak, einem neuen Theaterstück von Prof. Peimer, zu arbeiten.

Das wissenschaftliche Programm wurde durch ein kulturelles Programm abgerundet, welches eine Besichtigung der Würzburger Residenz, ein UNESCO Weltkulturerbe, sowie einen Besuch des Würzburger Doms beinhaltete. Zum Abschluss der Summer School verbrachte die Gruppe den letzten Tag der Summer School auf dem Internationalen Afrika-Festival, dem ältesten und größten Festival für afrikanische Musik und Kultur in Europa, welches 2018 sein 30-jähriges Jubiläum feierte.