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Intern
    Englische Fachdidaktik

    Digitalisierung im Englischunterricht

    Digitale Formen der Interaktion und Kommunikation, digitale Formen der Inhaltsvermittlung, der Veranschaulichung, der Speicherung von Daten und Informationen haben das menschliche Zusammenleben, Arbeiten, Wirtschaften in den letzten Jahren sehr stark verändert. Diese Umbrüche haben bzw. werden einen großen Einfluss auf Entwicklungen in der Fremdsprachenforschung und ihre Arbeitsfelder haben.

    Schon heute kommen Lehr- und Lernmaterialien als komplexe Anwendungen mit animierten Grammatikerläuterungen, individualisier- und programmierbaren Wortschatztrainern, differenzierten Inhalten, Aufgaben- und Übungsangeboten daher und werden durch virtuelle oder reale Tutoren ergänzt. (Außer)schulische Lernorte können durch digitale Anwendungen in ganz neuer Weise genutzt und ergänzt werden. Tests können in digitalisierter Form nicht nur differenzierter angeboten, sondern auch bis ins Detail der Lösungsfindung und Kompetenzentwicklung der Lernersprache ausgewertet werden. Der Unterricht kann Phasen der frontalen Vermittlung von Inhalten in die häusliche Vor- und Nachbereitung auslagern, um so Zeit für die Dinge zu gewinnen, die nur oder besser gemeinsam in der realen Interaktion und Kommunikation gelingen können. All dies kann zu differenzierten Lehr-Lernangeboten ebenso führen, wie zu gläsernen Lernenden und Lehrenden. Dabei entstehen Fragen wie z.B., ob Schülerinnen und Schüler in der Grundschule schon programmieren lernen sollen, ob sie ihr Smartphone in der Schule und in Klassenarbeiten nutzen dürfen, ob die Nutzung digitaler Wörterbücher zu eingeschränkten produktiven Wortschatzkenntnissen führt oder ob die für die Digitalisierung zwangsläufig notwendigen finanziellen Mittel für alle zur Verfügung stehen können, ohne dabei wirtschaftliche und soziale Gräben weiter aufzureißen. Dies alles macht deutlich, dass Digitalisierung auch beim Lehren und Lernen von Fremdsprachen zwar Umbrüche anregt und bisweilen provoziert, dass damit aber noch nicht die Frage beantwortet ist, ob solche Anregungen aufgegriffen werden sollten bzw. wie den gewaltigen Veränderungen sinnvoll begegnet werden kann.

    Das geplante Forschungsvorhaben möchte Sprachlernen und -lehren im Kontext der zunehmenden Digitalisierung und den damit einhergehenden Herausforderungen in den Blick nehmen und sich auf sprachenpolitischer, spracherwerbstheoretischer, curricularer sowie methodischer Ebene der digitalen Auseinandersetzung mit Sprachen, Kulturen und Identitäten im 21. Jahrhundert nähern. Wie sehen zeitgemäße digitale Lehr- und Lernsettings in der Fremdsprachendidaktik aus? Wie können digitale Strukturen und Werkzeuge die Arbeit in heterogenen Lerngruppen bereichern? Was hat sich in der Praxis bewährt? Welche innovativen Materialien und Methoden bereichern einen erfolgreichen Fremdsprachenunterricht? Es geht im Wesentlichen darum, den gesamten Bereich des Lernens und Lehrens von Sprachen in seiner Komplexität und Vielfalt mit Blick auf die möglichen, problematischen und wünschenswerten Umbrüche durch Digitalisierung abzubilden sowie Antworten zu finden, die zu der Weiterentwicklung des Lehrens und Lernens von Sprachen im digitalen Zeitalter beitragen.

    Project Leader

    Prof. Dr. Maria Eisenmann

    Publications

    Books edited

    Eisenmann, Maria / Hempel, Margit / Ludwig, Christian (eds.). Medien und Interkulturalität im Fremdsprachenunterricht: Zwischen Autonomie, Kollaboration und Konstruktion. Universitätsverlag Rhein Ruhr, 2013.

    Contributions

    Eisenmann, Maria / Strohn, Meike. "Promoting Learner Autonomy in Mixed-ability Classes by Using Webquests and Weblogs" Involving Language Learners: Success Stories and Constraint, edited by Heim, Katja / Rüschoff, Bernd, Universitätsverlag Rhein Ruhr, 2012, pp. 145-158.

    Eisenmann, Maria / Ludwig, Christian. "Classroom 2.0 – The Use of CALL in Developing Learner Autonomy" Autonomy in Language Learning: Tools, Tasks and Environments, edited by Mynard, Jo / Ludwig, Christian, IATEFL, 2014, pp. 27-41.

    Eisenmann, Maria. "Promoting Literary Proficiency in Mixed-ability Classes: Standards Versus Individualised Instruction?" IATEFL Young Learners and Teenagers SIG. C & TS, edited by Joseph, Niki / Valente, David, IATEFL, 2014, pp. 27-28.

    Eisenmann, Maria / Ludwig, Christian. "Komplexe Kompetenzaufgaben 2.0 am Beispiel Roddy Doyles New Boy." Web 2.0 und komplexe Kompetenzaufgaben im Fremdsprachenunterricht, edited by Becker, Carmen et al., Lang, 2016, pp. 89-108.

    Eisenmann, Maria. “Differentiation and Individualisation through Digital Media” Collaborative Language Learning and New Media: Insights into an Evolving Field, edited by Van de Poel, Kris / Ludwig, Christian, Lang: 2017, pp. 73-86.

    Sub-Projects